Beschäftigungsideen für die kalt-nasse Jahreszeit: Platz 1

Teamsport

Das ist nun (m)ein ganz persönliches Empfinden, aber für mich gibt es nichts Schöneres, als der dunklen Jahreszeit mit Stirnlampe, Warnweste und Leuchtie den Kampf anzusagen und gemeinsam mit dem Hund den inneren Schweinehund zu besiegen. Bei dem jetzigen Wettermix aus Sonne und Kälte ist die Motivation auch gleich doppelt so hoch und die Bedingungen für Walken, Joggen oder Canicross ideal.

Vielfältige Möglichkeiten

Macht genau das, wonach euch ist: Egal, ob ihr lieber walkt oder joggt – Hauptsache gemeinsam erleben! Richtig umgesetzt fordert euch und euren Hund beides. Beim Joggen könnt ihr zusätzlich entscheiden, ob der Hund ziehen darf oder er lieber an eurer Seite laufen soll. Für letzteres benötigt ihr dann auch keine komplette Ausrüstung. Das langsame Gehen unter Zug fordert euren Hund, denn er muss seine Pfoten bewusst setzen. Außerdem bietet das Walking eine gute Alternative für die wärmere Jahreszeit, wenn Dogscooter oder Canicross in die Sommerpause gehen. Zughundesportler können natürlich auch die sehr frühren Morgenstunden aktiv nutzen, um Einbußen bei Konidition und Ausdauer zu vermeiden. Wichtig ist für Einsteiger, sich selbst und vor allem den eigenen Hund nicht zu überfordern.

Dogscooter, Bikejöring und Co.

Wer sich weiter mit dem Zughundesport beschäftigen und tiefer in diesen Sport schauen möchte, der kann sich über den Dogscooter, das Bikejöring oder auch Canicross informieren. Der Dogscooter ist ein klassischer Tretroller mit einer Antenne, einer flexiblen Halterung am Lenker für die Jöringleine. Mittlerweile gibt es verschiedene Hersteller am Markt, die sich auf den Dogscooter spezialisiert haben: Sie sind robuster, besitzen Scheibenbremsen, eine gute Federung, stabile Reifen sowie ein höheres, breiteres Trittbrett.
Beim Bikejöring könnt ihr euer eigenes Fahrrad verwenden, welches allerdings das Tempo sowie den waldigen Untergrund oder gegebenenfalls mal ein Schlagloch aushalten können sollte.
Beim Canicross hingegen geht es darum, gemeinsam mit seinem Hund im Gelände zu laufen, sich selbst dabei herauszufordern und die eigene Best-Zeit zu erreichen. Nach erfolgreichem Aufbau gibt es viele Events, die eine Herausforderung für Zughundesportler bieten, wie zum Beispiel der IronDog, der StrongDog oder die Camp Canis-Läufe. Wer möchte, kann sich sogar in mehreren Sparten messen (schwimmen, laufen, Bikejöring/ Dogscooter).

Zughundesport: Was ihr beachten solltet

Neben einem gesunden Hund und der richtigen Ausrüstung (passendes Zuggeschirr, Canicross-Gürtel, Jöringleine mit Rückdämpfer), gilt es beim Zughundesport die Temperaturen zu beachten sowie die Gewichtsproportionen von Mensch und Hund. Bei Temperaturen zwischen 5° C und 10° C sind wir regelmäßig mit dem Dogscooter unterwegs. Je nach Hund, Trainingsstand und Gewöhnung ist dies auch bis 15° C möglich. Bei höheren Temperaturen sollte auf das Training verzichtet werden. Viele Hunde haben schnell eine so starke Motivation zu ziehen, dass sie sich selbst überfordern und überhitzen. Ein Beispiel ist hier meine Hündin Eivy. Sie würde lieber umfallen, als dass sie das Tempo verlangsamt oder weniger stark zieht. Daher muss ich selbst die Temperaturen und auch die Streckenlänge gut im Blick haben, das Training für Kondition und Ausdauer langsam gestalten und sie bremsen bei Bedarf. Sie würde es von sich aus nicht tun.
Bei vielen Veranstaltungen lautet das Mindestalter für den Hund 12 Monate. Das bedeutet natürlich, dass vorher ein geeignetes Training stattgefunden hat und der Hund dementsprechend vorbereitet wurde. Der zeitliche Start für das Zughundetraining sollte sich jedoch am Charakter und dem Entwicklungsstand des Hundes orientieren. Es wird ebenfalls empfohlen, dass der Hund nicht mehr als das 4fache seines eigenen Gewichtes zieht (inklusive Roller/ Fahrrad). Der Hund darf also nicht zu klein sein.

Mein Fazit

Walking, Jogging oder tiefergehender Zughundesport sind tolle Möglichkeiten, sich selbst sowie den Hund fit zu halten. Ein ziehender Hund baut eine starke Muskulatur auf, die wiederum die Gelenke schützen kann. Meine beiden größten Motivationsfaktoren sind dabei einfach die Hunde. Sie arbeiten mit, haben Freude und nach einer kleinen Aufwärmphase und Zeit, die wichtigsten Geschäfte zu erledigen, können wir so ganz flott mit Spaß eine Gassirunde hinter uns bringen oder eine herausfordernde Sport-Einheit gestalten. Meine Empfehlung: Wer mit Zughundesport beginnen möchte, sollte es richtig machen, sich gut einlesen und eventuell einen Einsteigerkurs in Anspruch nehmen. Ein toller Nebeneffekt ist, dass man gleichzeitig die Hunde auslastet sowie etwas für sich selbst tut, denn wer glaubt, dass Zughundesport lediglich die Sportlichkeit beim Hund fordert, wird schnell eines besseren belehrt.
Dies ist also auch ganz meine Zeit für mich und meine Hunde. Ohne das Handy in der Hand, ohne sich den Kopf über Dinge zu zerbrechen, ganz im Hier und Jetzt. Nach dem Motto: Kopf aus, Herz an! Die eigene Energie raus zu lassen, die Umgebung „zu fühlen“ und die gemeinsame Zeit zu genießen. Eine Pause auf der Runde ist übrigens nicht nur für den Menschen eine gute Idee: Auch die Hunde lernen dabei, auf dem Spaziergang runterfahren zu können und nicht dauerhaft im Action-Modus zu bleiben. Danach ist dann Entspannungs-Zeit auf der Couch angesagt.

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Beschäftigungsideen für die kalt-nasse Jahreszeit: Platz 2

Beschäftigungsideen für die kalt-nasse Jahreszeit: Platz 2

Wenn eure Motivation oder die eures Hundes während der kalt-nassen Jahreszeit viel Zeit draußen zu verbringen eher geringfügig ausgeprägt ist, wird dieser Artikel interessant für euch. Es geht um Platz 2 meiner favorisierten Beschäftigungsideen für Hunde, einen echten Klassiker für das Indoor-Training: Das Clickern

Beschäftigungsideen für die kalt-nasse Jahreszeit: Platz 3

Beschäftigungsideen für die kalt-nasse Jahreszeit: Platz 3

Im Top 5 Ranking meiner persönlichen Lieblings-Beschäftigungen für Hunde in der kalt-nassen Jahreszeit kommen wir in diesem Blogbeitrag zum Platz Nummer 3. Es geht um Teamwork, kognitive Auslastung und um den Sinn, welcher unserem so meilenweit überlegen ist. Ihr ahnt es schon: Die Nasenarbeit